20. Januar 2009

Geldwerter Vorteil - Versteuern oder nicht Versteuern

Ein geldwerter Vorteil ist z. B. eine Sachleistung, die einem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber gewährt wird. Damit zählt zu den Einnahmen des Arbeitnehmers auch ein geldwerter Vorteil. Versteuern muss ihn der Arbeitnehmer in jedem Fall.

Diese, durch den Arbeitgeber gewährten Sachbezüge, können ganz unterschiedlicher Natur sein. Geldwerte Vorteile werden meistens in größeren Unternehmen für die Arbeitnehmer bereitgestellt, sind aber durchaus auch in kleineren Unternehmen möglich. Gerade diese Unternehmen, können nicht immer große Gehaltserhöhungen verkraften, aber die Möglichkeit, den Arbeitnehmern und Angestellten der Firma ein Deputat anzubieten, sprengt nicht gleich deren finanziellen Rahmen.

Das liegt meist im Bereich des Machbaren und hilft beiden Seiten gleichermaßen. Viele wissen nicht, dass die Gewährung von Deputat für Mitarbeiter einer Firma gehandhabt werden muss wie geldwerter Vorteil. Versteuern muss der Arbeitnehmer also auch das Deputat, das er vom Arbeitgeber gewährt bekommt.

Viele wissen nicht, was sich hinter dem Begriff "Deputat" im eigentlichen Sinne verbirgt: Darunter ist die Gewährung von Waren oder auch Dienstleistungen zu verstehen, die der Chef seinen Mitarbeitern verbilligt oder gar völlig unentgeltlich anbietet.

Aus dieser Begriffserklärung wird noch einmal deutlich, dass man auch dies als geldwerten Vorteil betrachtet und natürlich alles der entsprechenden Besteuerung unterliegt.
Es gibt noch viele Zuwendung, die einen geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer darstellen und als kleines Entgegenkommen des Arbeitgebers gewertet werden können. Das ist vielen Arbeitnehmern nicht bewusst, aber auch ein auf Veranlassung des Chefs verbilligt angebotenes Kantinen-Essen ist ein geldwerter Vorteil. Versteuern muss man diese, zu den monatlichen Einnahmen des Arbeitgebers zählenden, finanziellen Unterstützung auf jeden Fall.

Nicht nur der Mitarbeiter hat also etwas davon. Jeder geldwerte Vorteil ist auch ein Gewinn für den Fiskus. Das muss jeder der Beteiligten in Kauf nehmen, denn es lässt sich nicht ändern oder in irgendeiner Weise umgehen. Aber jeden Monat oder sogar täglich, beispielsweise beim Kantinen-Essen, von dieser Regelung zu profitieren und geldwerte Vorteile für sich nutzen zu können, machen diesen etwas unangenehmen Nebeneffekt sicherlich wieder wett. Der geldwerte Vorteil wird zwar versteuert, aber die Versteuerung erfolgt nicht nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten, wie es bei den allgemeinen Einnahmen des Arbeitgebers der Fall ist. Im Prinzip hat der Mitarbeiter der Firma am Ende doch mehr in seiner Lohntüte, als er sonst bekommen würde. Diese Regelung ist demzufolge besser und bringt unter dem Strich für alle beteiligten Seiten ein positiveres Ergebnis.

Wer also kein Glück beim letzten Antrag auf Gehaltserhöhung gehabt hat, sollte entweder versuchen, sich in seiner Firma unentbehrlicher zu machen, oder wenigstens einen geldwerten Vorteil wie etwa Fahrtkostenzuschuss oder Essensgeld zu bekommen. Auch eine Direktversicherung oder betrieblich bezahlte Rentenversicherung kann der Arbeitgeber günstiger absetzen, als wenn er das Geld netto an den Arbeitgeber auszahlen muss.

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